Der Keratokonus
Dieser wird durch eine Stoffwechselstörung im Auge verursacht. Das Hornhautkollagen ist zu schwach und verformt sich kegelförmig zu einem Spitz. Für den Betroffenen äussert sich dies in einer trüben Sicht, Blendungsgefühl, Verzerrungen der Objekte oder Doppelbilder. Mit einer Brille lässt sich diese Augenkrankheit leider nicht korrigieren, da die Sehstärke sich dafür zu oft am Tag ändert um ein wirklich klares Bild zu erhalten. Kontaktlinsen zur Korrektur können erfolgreich angepasst werden, jedoch muss es sich um sogenannte „halbharte Kontaktlinse“ handeln. Diese sind bekannt dafür, dass sie vom Träger eine längere Angewöhnungszeit erfordern. Hier hat man wirklich das Gefühl „etwas im Auge zu haben“. Die Linsenanpassung für den Keratokonus ist dabei leider noch mal etwas gewöhnungsbedürftiger, da die Kontaktlinse nicht die gleiche Form wie die zu korrigierende Hornhaut haben darf. Durch diesen nicht ganz schmerzfreien Prozess werden den obersten Hornhautschichten (mehrschichtiges unverhorntes Plattenepithel) eine höhere Belastung zugesetzt. Die einzelnen Epithelzellen werden zur Seite weggedrängt und deformieren sich sogar.
Einen neuen Lösungsweg fand man in einer Luzerner Augenklinik. Durch einen operativen Eingriff mittels zweier Kunststoffringe gelang es den Ärzten einem Betroffenem zu einem besseren Sehen zu verhelfen. Nach seinen Angaben verbesserte sich seine Fehlsichtigkeit innerhalb von 2 Tagen um 3 Dioptrien.
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